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Ausstrahlung ORFIII: Ein Leben für die Steiermark. Die Czernys und das Werden des Landes.

September  2018 / 4 Kommentare deaktiviert für Ausstrahlung ORFIII: Ein Leben für die Steiermark. Die Czernys und das Werden des Landes.

Heute Abend ist es endlich soweit. Der neue Film von Ulrike und Roland Berger ist zur Prime Time auf ORF III zu sehen.

Anhand der Unternehmerfamilie Czerny wird die Geschichte der Steiermark von der Zeit Erzherzog Johanns bis zum Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg erzählt, wobei sich Spielfilmszenen mit historischen Originalmaterial abwechseln. Dieser Zeitraum war in einem nicht gekannten Ausmaß geprägt von enormen gesellschaftspolitischen Umwälzungen und Modernisierungen. Angesichts der aktuellen politischen Situation, gewinnen die damaligen Ereignisse immer mehr an Brisanz.

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Familienpatriarch Victor Czerny (Wolfgang Dobrowsky) betreibt ein Hammerwerk in der Obersteiermark. Es ist das Zeitalter der industriellen Revolution. Während sich Victor mit den Reformideen Erzherzog Johanns (Martin Buchgraber) konfrontiert sieht, kommen auf die nachfolgende Generation Herausforderungen ganz anderer Art zu.

Sein Sohn Alfred Czerny (Helmut Berger) ist ein enger Freund Peter Roseggers (Johannes Silberschneider) und lebt in einer Zeit des immer stärker werdenden Nationalismus, welcher Peter Rosegger schließlich den Literaturnobelpreis kosten und die Steiermark in den Ersten Weltkrieg führen wird.

Der gesellschaftspolitische Wandel der damaligen Epoche spiegelt sich in den innerfamiliären Konflikten der steirischen Unternehmerfamilie Czerny wider. Dabei geraten nicht nur die Generationen in Konflikt miteinander, sondern auch die Geschlechter. Die Enkel der Gründerfamilie, das Geschwisterpaar Alfried und Margarethe, erleben den Ersten Weltkrieg, die Wirtschaftskrise der Zwischenkriegszeit sowie den langen Kampf für die Rechte der Frauen.

Margarethe strebt nach höherer Bildung und fordert ein Mitspracherecht im Unternehmen ein. Tatsächlich ist sie es, die mit großem Geschick die Firma leitet, als Alfried einrückt. Zurück aus dem Krieg, macht er seinen Führungsanspruch jedoch geltend. In der krisengeschüttelten Zwischenkriegszeit trennen sich auch ideologisch die Wege der Geschwister, was sich bis in den Zweiten Weltkrieg hinein fortsetzt. Wie soll man sich angesichts der politischen Lage verhalten: Kollaboration oder Widerstand? Wie steht es um die soziale Verantwortung der Unternehmerfamilie Czerny? Während Alfried mit den Nationalsozialisten kollaboriert, setzt Margarethe auf Boykott. Beruflich wie privat stellt das für die zwei Geschwister eine Zerreißprobe dar.

 

Regie: Markus Mörth

Kamera: Hubert Doppler

Buch: Ulrike Berger, Markus Mörth

Schnitt: Alexandra Herzog

Musik: Gerd Schuller

Herstellungsleitung: Roland Berger

Mit Helmut Berger (Alfred Czerny), Margarethe Tiesel (Margarethe Czerny), Johannes Silberschneider (Peter Rosegger), Franz Buchrieser (Radmeister), Martin Buchgraber (Erzherzog Johann), Thomas Sima (Sekretär Erzherzog Johanns), Henrietta Rauth (Margarethe Czerny jung), Bianca Wächter (Emma Czerny), Wolfgang Dobrowsky (Victor Czerny), Michael Rast (Alfried Czerny), Sebastian Mock (Alfried Czerny jung), Daniel Doujenis (NS Offizier), Otto Beckmann (Giovanni Lucarelli) u. a.